
Hören Sie auf, im Dunkeln zu raten – wenn es um die Heizung in Ihren SMT-Anlagen geht!
Seit langem waren die Infrarotlampen in unseren SMT-Anlagen eher „dumm“. Man schließt sie einfach an, stellt einen Timer oder ein Thermoelement ein – und hofft, dass die Lampen während der Arbeitszeit nicht ausgehen. Ehrlich gesagt ist das ziemlich riskant.
Aber sich ändert etwas. In den nächsten Jahren werden diese Lampen tatsächlich in der Lage sein, mit uns über IoT zu kommunizieren.
Echter Überblick über die Temperatur
Im Moment schätzen die meisten digitalen PCB-Stationen die Temperatur nur grob ab. Dabei werden externe Sensoren verwendet, doch die Lampe selbst sagt nichts aus. Stellen Sie sich vor, der Sensor wäre direkt in der Lampe integriert. Dann könnte das Gerät genau angeben, wie viel Leistung es verbraucht und wie es um den Glühfaden bestellt ist. Wenn die Leistung nachlässt, warnt das System Sie bereits, bevor die Boards beschädigt werden. Keine Überraschungen mehr.
Die praktischen Vorteile von „intelligenten“ Infrarotlampen
Die Physik der Kurzwellen- oder Mittelwellenstrahlung ändert sich natürlich nicht. Wärme bleibt weiterhin Wärme. Was sich ändert, ist die Art und Weise, wie wir mit dieser Wärme umgehen. Wenn man eine Lampe über IoT mit einem zentralen PLC verbindet, kann man die Leistungsprofile flexibel anpassen. Bei dickeren PCB-Substraten muss man einfach die Einstellungen anpassen. Dadurch wird verhindert, dass die Boards beschädigt werden – gleichzeitig wird sichergestellt, dass die Lötpaste die richtige Temperatur erreicht. Alles wird einfach effektiver.
Die Nachteile
Natürlich macht das Hinzufügen einer intelligenten Steuerung die Anlage etwas komplexer. Man kann keine „intelligente“ Lampe einfach in eine 20 Jahre alte Maschine einbauen und erwarten, dass sie funktioniert. Man muss das Steuergerät sowie die Verkabelung aktualisieren. Zudem braucht man ein stabiles Netzwerk auf dem Werksgelände. Wenn das WLAN in der Fabrik unzuverlässig ist, werden diese „intelligenten“ Funktionen nur noch zu weiteren Problemen.
Warum das wirklich wichtig ist
Es kommt dabei auf eines an: Wir können aufhören, im Dunkeln zu raten. Anstatt die Lampe alle 2.000 Stunden auszutauschen, nur weil der Kalender das vorschreibt, kann man sie austauschen, sobald die Daten zeigen, dass die Leistung nachlässt. Weniger Stillstand, weniger Verschwendung. Man behandelt die Lampen nicht mehr wie wegwerfbare Bauteile, sondern als Teil des Prozesses. Das macht einfach Sinn.